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ISDN - digitales Internet aber im Schneckentempo


ISDN ist die Abkürzung für Integrated Services Digital Network und wurde in Deutschland in den 1980er Jahren eingeführt. Ziel der ISDN-Verbindungen war es, die Telefonate im deutschen Telefonnetz von Analog auf Digital umzustellen. Während eine Analoge Telefonverbindung lediglich Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 56 KBit/s realisieren kann, sind über ISDN digitale Datenraten von bis zu 64 KBit/s möglich (siehe Anbieter ISDN Telefon-Anschlüsse).

ISDN-Telefon kann im Vergleich zu Analog allerdings noch wesentlich mehr. So kann der Kunde mehrere Telefonleitungen auf einmal nutzen, entsprechend dieser Technologie kann er sich auch mehrere Telefonnummern zuteilen lassen. Auf diese Art und Weise kann der Endkunde über ISDN beispielsweise eine Konferenzschaltung schalten oder auch zeitgleich zwischen verschiedenen Gesprächspartnern wechseln usw.

In den Anfängen des Internets und auch noch bis zum heutigen Tag, muss ISDN allerdings auch für Internet-Verbindungen her halten, und zwar dort, wo noch kein Breitband-Internet über DSL oder Kabel möglich ist. Für die heutigen Verhältnisse sind derartige Internet-Verbindungen einerseits sehr, sehr schmal und andererseits sehr, sehr teuer. Während jede durchschnittliche DSL-Verbindung dem Kunden eine Mindestgeschwindigkeit von wenigstens 1000 KBit/s ermöglicht, sind über ISDN maximal 128 KBit/s realisierbar. Und bei dieser "Geschwindigkeit" werden dann schon zwei ISDN-Kanäle in Anspruch genommen, denn die einfache ISDN-Verbindung erlaubt lediglich eine Maximal-Geschwindigkeit von bis zu 64 KBit/s.

Während die einfachste DSL-Verbindung (wie gesagt mit 1000 KBit/s) einschließlich Flatrate heute (Stand 2010) für gerade einmal 10,00 Euro im Monat zu haben ist, kommen auf den ISDN-Internet-Kunden ganz andere Kosten zu. Zunächst einmal nutzt der Kunde die eigentliche Telefon-Verbindung zum Surfen und für ISDN-Telefon wird schon einmal eine monatliche Grundgebühr in Höhe von etwa 24,00 Euro fällig. Dazu benötigt der Kunde dann noch einen Internet-Zugangstarif, den für einen ISDN-Kanal mit etwa 30,00 Euro monatlich zu Buche schlagen kann. Möchte der Kunde über beide ISDN-Kanäle surfen, so wird die doppelte Zugangsgebühr fällig, also noch einmal 30,00 Euro. In dieser Konstellation bezahlt der ISDN-Surf-Kunde mit zweifacher ISDN-Geschwindigkeit mindestens 84,00 Euro monatlich, während der DSL-Kunde bei der einfachsten Verbindung lediglich 10,00 Euro zu bezahlen hat.

Dem genervten ISDN-Kunden werden heute allerdings sehr oft relativ gute Alternativen geboten. In den Regionen in denen bisher noch keine DSL-Verbindungen möglich sind, ist sehr oft schon UMTS mit dem Daten-Tuner HSPA empfangbar. UMTS-HSDPA ermöglicht bei drei der vier vorhandenen Mobilfunknetzbetreibern bereits Geschwindigkeiten von mindestens 3,6 MBit/s; T-Mobile sowie Vodafone haben ihre Netze sogar schon auf 7,2 MBit/s aufgerüstet und an einigen Knotenpunkten (große Bahnhöfe und Flughäfen) sogar schon auf bis zu 14,4 MBit/s. Das schöne an diesen Daten-Verbindungen: sie sind mobil empfangbar und können zum Monatspreis von etwa (pauschal) 30,00 Eúro genutzt werden (Stand 2010).

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