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VoIP - Internet-Telefonie ist heute oft kostenlos


Wie der Name "Voice-over-IP" bereits sagt, wird über die IP-Adressen "gesprochen" oder anders gesagt, Telefonate werden übers Internet (IP-Adressen) realsiert. Möglich wird Internet-Telefonie, weil sehr viele Endkunden in Deutschland heute DSL-Breitband-Verbindungen nutzen und somit die Internet-Verbindung parallel mit übertragen werden kann.

Bekannt wurde Voice-over-IP eigentlich durch Skype. Seit der Erfindung von Skype haben Skype-Nutzer die Möglichkeit, kostenlos miteinander zu kommuninieren, und zwar in Echtzeit. Es spielt keine Rolle, an welchem Ort dieser Erde sich die Gesprächspartner aus der Skype-Community aufhalten; die Gespräche untereinander sind kostenlos.

In den Anfängen von Skype war die Internet-Telefonie allerdings noch sehr gewöhnungsbedürftig. Zunächst benötigte der Teilnehmer (wie heute übrigens immer noch), die Skype-Software, die er sich auf seinen Rechner zu installieren hat. Dann musste er sich an seinen Rechner setzen, ein Headset mit Mikrofon aufsetzen, seinen Gesprächspartnern "antickern" und so kamen und kommen die kostenlosen Gespräche dann zustande.

Relativ schnell haben die Breitband-Internet-Provider diese Technologie aufgegriffen und bieten ihren Kunden seither auch Internet-Telefonie an. Hierbei ist es heute nicht mehr notwendig, den eigenen Rechner anzuschalten um telefonieren zu können. Voice-over-IP wird einmalig über den DSL-Router entsprechend eingestellt und fortan telefoniert der Kunde übers Internet, als nutze er das reguläre Telefonnetz. Spezielle Geräte (also Telefone) sind nicht erforderlich, ja der Kunde kann sogar sein altes Telefon behalten.

Voice-over-IP wird heute zumeist in pauschalen DSL-Komplett-Pakten mit angeboten. Neben dem eigentlichen DSL-Zugang und der dazu gehörigen DSL-Flatrate hat der Kunde in diesem Paket auch einen IP-Telefon-Zugang mit ebenfalls einer Telefon Flat für Gespräche ins Deutsche Festnetz. Derartige Komplett-Pakete werden den Kunden heute (Stand 2010) bereits zum Preis von etwa 20,00 Euro angeboten. Das heißt, der Kunde hat weder eine weitere DSL-Zugangsgebühr zu bezahlen, noch eine weitere Telefon-Grundgebühr und hat dabei sämtliche Gespräche (ins Deutsche Festnetz) ebenfalls bereits abgegolten. Zum Vergleich: Von ISDN-Kunden verlangt die Deutsche Telekom heute immer noch eine monatliche Grundgebühr von über 20,00 Euro und dabei hat er noch nicht eine Sekunde telefoniert.

Klangen VoIP-Gespräche früher so, als führe man Gespräche über Blechdosen, sind heute gegenüber herkömmlichen Telefonleitungen so gut wie keine Unterschiede mehr festzustellen. Und doch gibt es gegenüber den herkömmlichen Telefonverbindungen einen gravierenden Nachteil: Nutzt der Kunde Voice-over-IP und setzt einen Notruf ab ohne seine Adresse bekannt zu geben, kann die Notrufzentrale seinen Hilferuf nicht eindeutig lokalisieren, weil die Verbindungen oft über virtuelle IP-Adressen des Zugangs-Providers laufen.






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